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„Heimat und Flucht“

Boot mit Flüchtlingen an Bord

Von verlorenen und neuen Orten

Kirche und Theater haben am Dienstag, 7. Juni 2022, zur 3. Folge der Gesprächsreihe „Heimat und Aufbruch“ ins Foyer des Schauspielhauses eingeladen. Laut den Vereinten Nationen sind derzeit mehr als 100 Millionen Menschen auf der Flucht, mehr als je zuvor, selbst nach dem Zweiten Weltkrieg.

Die Gäste dieses Abends waren Menschen, die vom Verlassen der Heimat, von Erlebnissen bei der Flucht sowie von Erfahrungen beim Ankommen und Ansiedeln in Bonn erzählten. Sie entstammen unterschiedlichen Generationen und Orten.

Die über 90-jährige Elisabeth Plenz hat von ihrer Flucht aus Pommern und vom Aufbau der Marienforster Siedlung berichtet, ein Zuhause, das sie mit viel Eigenarbeit und mit anderen Vertriebenen Anfang der 50er Jahre aufbauen konnte. Die junge Syrerin Slafa Sheikho berichtete von der Möglichkeit, mithilfe einer Verpflichtungserklärung ihre Familie legal und sicher aus Aleppo holen zu können und davon, wie sie gemeinsam einen kleinen Laden aufgebaut haben. Der Arzt Dr. Yahya Wardak engagiert sich mit seinem Verein „Afghanic“ für Völkerverständigung und Integration; er hat Asyl vor allem bei hilfreichen Bürgern gefunden. Und der aus der Ukraine stammende Stefan Mironjuk erzählte, wie er inzwischen schon 8 Hilfslieferungen von Godesbergern in das aktuelle Kriegsgebiet geschafft hat und auf dem Rückweg Geflüchtete in Sicherheit bringen konnte, die nun in Bad Godesberg und Umgebung leben; unmittelbar nach der Veranstaltung machte er sich erneut auf den Weg. Das Publikum und die Vertreter von Kirche und Theater, Pater Gianluca und Jens Groß, trugen Erläuterungen und Erfahrungen zur Integration von Geflüchteten und zu rechtlichen Fragen bei.

Die Reihe wird nach den Sommerferien fortgesetzt.

 

Bild: © gemeinfrei, in: pfarrbriefservice.de

Kontakt

Astrid Weber

Astrid Weber
Bildungsreferentin
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